Gibt es
eine
Lösung?

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Kontakt: info@reetdach-sterben.de

Die Forscher der Universität Greifswald liefern den Beweis:
das Reetdachsterben ist eine Pilz-Krankheit!

Alleinige URSACHE für das Reetdachsterben sind bestimmte PILZE und deren ENZYME - wobei das Ausmaß deren (Zerstörungs-)WIRKUNG von Umgebungsfaktoren (wie Feuchte, Temperatur, usw.) natürlich beeinflusst wird. Pilze wachsen halt schneller, wenn es feucht und warm ist, wie jedes Kind weiß.

Endlich liegen die Fakten zum Reetdachsterben wissenschaftlich fundiert auf dem Tisch:  nun gibt es keine Ausreden, Vermutungen, Fehlinterpretationen und falsche Schuldzuweisungen mehr.  Wir Reetdacheigentümer haben nun endlich Gewissheit, auch wenn diese weh tut: das Problem steckt im Reet - bestimmte Pilze darin fressen unsere Dächer auf. Und es wird eher schlimmer als besser...

Professor Schauer: “Wir haben nachgewiesen, welche Mikroorganismen in der Lage sind, Reet zu zerlegen.” Dabei handelt es sich auch nicht nur um einen einzelnen Pilz, sondern genau genommen um sechs Lignin abbauende Pilze und mindestens zwölf Zellulose angreifende Organismen.

Dazu ein paar sehr beeindruckende Zahlen aus dem aktuellen Forschungsbericht:

- Laborversuch zeigt:
80% der Reetmasse wird in 10 Wochen vernichtet
- einige Pilze vernichten bis zu
80% des Ausgangsgewichtes des Reets
- einige Pilze verursachen innerhalb von
35 Tagen einen Masseverlust von 23% des Reets
- in von Reetdachdeckern gelieferten Reetproben konnten
68 Pilzstämme gefunden werden
- es konnte eine größere Anzahl von Pilzen nachgewiesen werden,
die Cellulose abbauen
- es konnte eine Anzahl von Pilzen nachgewiesen werden, die Lignin abbauen

Forschung an Pilzen auf Reetdächern wird fortgesetzt. (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald)

Die Mitteilung von Greifswalder Wissenschaftlern, dass Weißfäulepilze Reet zerstören können, ist auf großes öffentliches Interesse gestoßen. Es gab viele positive Reaktionen aus ganz Deutschland. Einige wenige Reethändler zeigten sich jedoch irritiert. Sie zweifeln die Ergebnisse an und stellen sie öffentlich in Frage. Ein Grund mehr für die Greifswalder Wissenschaftler, die Untersuchungen zu vertiefen, um den Reetdachdeckern noch mehr Informationen im Kampf gegen das vorzeitige Verrotten von Schilfdächern in die Hand zu geben.















 

"Oftmals basieren Äußerungen, dass nicht Mikrooganismen, sondern allein bestimmte Umwelt- oder Materialfaktoren den Zerfall bewirken, auf Unkenntnis der mikrobiologischen Zusammenhänge" sagt Prof. Dr. Schauer, der wissenschaftliche Leiter der Untersuchung. "Mikroorganismen sind nun mal in der Regel unsichtbar und vielfach kann man ihr zerstörerisches Werk nicht direkt mit bloßem Auge beobachten.

Es
scheint so, als wäre der Regen, das Klima oder die Zusammensetzung des Materials allein daran schuld, dass es abgebaut wird und verrottet. Letztlich funktioniert natürlich ein Abbau von organischen Stoffen unter Beteiligung von Kleinstlebewesen in der Tat nur, wenn Wasser oder Mineralstoffe vorhanden sind - aber ohne bestimmte Mikroorganismengruppen geht es - wie man durch Abtötungs- und Sterilisierungsmaßnahmen leicht nachweisen kann - eben in der Regel auch nicht."















 

Die verantwortlichen Organismen für eine Reetzerstörung zu ermitteln und die Einflussgrößen auf deren Entwicklung konkret zu analysieren, ist eine sinnvolle Forschungsaufgabe, die durch die Weitsicht vieler Reetdachdecker initiiert und finanziell unterstützt wurde. Man kann den Einfluss von fördernden bzw. hemmenden Umweltfaktoren auf die Reetzerstörung überhaupt nur sinnvoll analysieren, wenn man die am Abbau beteiligten Organismen (vor allem Bakterien und Pilze) kennt und in die Untersuchungen als eine an der Verrottung entscheidend beteiligte Faktorengruppe einbezieht. Auch am Abbau des relativ widerstandsfähigen Holzstoffs (Lignin) als stabilisierendes Element von Baumstämmen sind - wie jeder Mikrobiologe oder Mykologe weiß - ebenfalls fast ausschließlich Pilze, vor allem Weißfäulepilze, beteiligt. Bakterien sind dazu nicht in der Lage und spielen dabei zumindest keine primäre Rolle.

Verständlich mag jedoch sein, dass die Ankündigung der Entwicklung eines mikrobiologischen Tests zur Qualitätskontrolle von heimischen und vor allem importierten Reet gelegentlich auf Skepsis bei Herstellern bzw. Händlern führen kann, obwohl natürlich
auch ihnen prinzipiell an einer guten Reet-Qualität gelegen sein sollte.

Soviel ist jedenfalls sicher: Die Forschungen auf diesem Gebiet der mikrobiellen Reetzerstörung werden durch die seit Jahren mit dem Abbau verschiedenster Stoffe befassten Greifswalder Wissenschaftler auf jeden Fall fortgesetzt und publiziert